Über uns

Transition

Im Unterschied zu anderen Berufsgruppen müssen sich Tänzer nach einer relativ kurzen aktiven Bühnenlaufbahn beruflich neu orientieren (Transition). Oft in einem Alter, in dem in anderen Berufen erst richtig durchgestartet wird.
So bestimmen während und zum Ende der Karriere oft Zweifel, Unsicherheit, große Leere und viele Fragen das Tänzerleben. Was kommt danach? Wer hilft durch den Dschungel aus Institutionen, Paragraphen und Richtlinien? Wo gibt es Beratung, Unterstützung, Begleitung, Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung für einen erfolgreichen Transitionprozess?

Wir sind Wegbegleiter und Unterstützer vom Ausbildungsbeginn über jedes Stadium der Karriere bis zum Abschluss des Transitionprozesses. Wir sind für alle Berufstänzer offen, ob festangestellt oder freiberuflich tätig, ob an städtischen Bühnen, an Staatstheatern, beim Musical, Film oder Fernsehen.


Förderung und Stiftungszweck

Tanz ist eine bedeutende Komponente des kulturellen Lebens jeder Gesellschaft, eine Kunstform ohne sprachliche Barrieren. In Deutschland leisten Tanzschaffende aller Nationalitäten als Mittler zwischen den Kulturen einen bedeutenden Beitrag zur Festigung und Stabilität innerhalb der wachsenden europäischen Gemeinschaft. Jenseits von Sprachbarrieren repräsentiert der künstlerische Tanz in seiner großen Vielfalt die Bundesrepublik Deutschland auf der ganzen Welt.
Zweck der Stiftung ist die Förderung von Bildung und Erziehung, Volks- und Berufsbildung sowie Förderung mildtätiger Zwecke im Bereich des künstlerischen Tanzes. Die Stiftung dient ausschließlich und unmittelbar dem gemeinnützigen Zweck, Tänzer und Tänzerinnen während der Ausbildung und der Karriere in ihrer künstlerische Entfaltung und Leistungsfähigkeit zu fördern und nach Beendigung der aktiven tänzerischen Laufbahn und während des Übergangs in einen neuen Beruf (= Transition) ideell und materiell durch alle dazu geeigneten Maßnahmen zu fördern. Dies als Ausgleich für die Inanspruchnahme durch die Gesellschaft sowohl bei nationaler und internationaler Repräsentanz wie auch als Mittler der Kulturen.

Die Stiftung TANZ -Transition Zentrum Deutschland fördert somit die Perspektive und Attraktivität des künstlerischen Tanzberufes für den Nachwuchs und leistet einen entscheidenden Beitrag zur Vielfalt und Leistungsfähigkeit des künstlerischen Tanzes in Deutschland. Sie stärkt die Lobby des Tanzes und fördert die gesellschaftliche Anerkennung des Tanzes.

Satzung
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Jahresbericht

Hier können Sie den Jahresbericht 2015 einsehen.

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Jahresbericht 2014

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Geschichte

‘Transition’ ist im Berufsleben von Bühnentänzern unvermeidlich. Tänzerinnen und Tänzer müssen sich, im Unterschied zu vielen anderen Berufsgruppen, nach einer relativ kurzen aktiven Zeit auf der Bühne beruflich neu orientieren. Jeder professionelle Tänzer wird daher mit Umschulung und Weiterbildung (Transition) konfrontiert.

Tanzen ist mehr als nur ein Job. Für einen Tänzer bedeutet sein Beruf: Berufung. Er definiert sein Leben und seine Person über das Tanzen. Die frühe Ausbildung vom Kindesalter an, die körperlichen Höchstleitungen und die Intensität des Tanzens bestimmen ganz und gar den künstlerischen Alltag des Tänzers und bieten nur geringe Möglichkeiten einer frühzeitigen Orientierung auf einen zweiten Beruf.
Und so bestimmen während und am Ende der Karriere oft Zweifel, Unsicherheit und oft große Leere das Leben des Tänzers. Was kommt danach? Wer hilft im Dschungel der Institutionen und Paragraphen? Wo gibt es Hilfe, Unterstützung, Begleitung, Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung für einen erfolgreichen Transition-Prozess? Wo gibt es Hilfe bei tanzbedingten sozialen Härten und Altersarmut? Wie lässt sich als freischaffender Künstler, der oft nicht einmal vom Sozialversicherungssystem erfasst ist, eine berufliche Neuorientierung finanzieren? Wie lässt sich ein Studium finanzieren?

Den Bedarf erkennend initiierte die AG ‚Transition und soziale Aspekte‘ des Dachverbandes Tanz- Ständige Konferenz e.V. und der Ballett- und Tanztheaterdirektorenkonferenz (BBTK), unterstützt vom Fonds Darstellende Künste e.V., eine Projektstudie „Modellentwicklung Transition Zentrum Tanz Deutschland“ zur Ermittlung des Bedarfs zur Gründung eines Transition Zentrums für den professionellen Tanz in Deutschland (erschienen im März 2008, Abruf unter www.dachverband-tanz.de.

Als nächster Schritt der Gründungsinitiative erfolgte mit Unterstützung von Tanzplan Deutschland, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, ein Workshop mit den für Transition relevanten Ministerien und Institutionen. Damit nahm die Initiative eine Handlungsempfehlung der Enquete-Kommission ‚Kultur in Deutschland’ auf, die mit Bezug auf die Studie dem Bund und den Ländern empfiehlt, „Tänzer während und nach der Tanzkarriere durch die Errichtung einer entsprechenden Stiftung TRANSITION auf der Grundlage der Ergebnisse der Arbeitsgruppe „Transition und soziale Aspekte“ zu unterstützen.“ (BT-D.16/7000, S. 321)

Die Stiftung TANZ – Transition Zentrum Deutschland wurde am 19. Januar 2010 mit privaten Mitteln gegründet und hat ihren Sitz in Berlin.

Dem Vorstand und Kuratorium gehören Persönlichkeiten aus den Bereichen Tanz, Kunst, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft an.
Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung ist John Neumeier, Ballettdirektor und Chefchoreograph des Hamburg Ballett.

 


 

 

Vorstand

Sabrina Sadowska

Vorstandsvorsitzende und Stifterin
erhielt ihre Ausbildung als Tänzerin und Ballettpädagogin in ihrer Heimatstadt Basel (Schweiz). Es folgten Engagements am Theater Trier, Stadttheater Bremerhaven und Opernhaus Halle. Gemeinsam mit Ralf Dörnen leitete sie von 1997 -2013 als Ballettmeisterin und ab 1999 als stellv. Ballettdirektorin das BallettVorpommern (Greifswald /Stralsund/Putbus). Seit der Spielzeit 2013/14 ist sie bei den Städtischen Theatern Chemnitz als Ballettbetriebsdirektorin und erste Ballettmeisterin tätig. Als Choreographin für Schauspiel und Musiktheater ist sie seit Jahren an mehreren Theatern tätig. Weitere Engagements: Jurymitglied für Förderstipendien Tanz des Migros Kulturprozent (Schweiz), Kuratoriumsmitglied und Organisationsleitung des Internationalen Festivals TANZTENDENZEN Greifswald, Künstlerische Leiterin des Festival TANZ|Moderne|TANZ, Kuratorin Schloss Bröllin e.V., Präsidiumsmitglied der Bundesdeutschen Ballett- und Tanztheaterkonferenz (BBTK), Einzelmitglied im Deutschen Kulturrat/ Darstellende Kunst/ Sektion Tanz, Leitung der AG „Transition und soziale Aspekte“ des Dachverband Tanz Deutschland- Ständigen Konferenz e.V.

Inka Atassi

stellv. Vorstandsvorsitzende und Stifterin
wurde zur staatlich geprüften Bühnentänzerin in Hannover ausgebildet.
Ab 1985 war sieTänzerin an den Staatstheatern Hannover und Braunschweig, am Polski Teatr Tańca-Balet Poznański, am Opernhaus Halle und in freien Gruppen, u.a. Nick-Haberstich-Compagnie Freiburg, Compagnie Britta Hoge. Nach ihrem Studium der Theaterwissenschaft und Kulturwissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin absolvierte sie eine Yogalehrer-Ausbildung und leitet heute ein eigenes Haus für Bewegungskultur und Weiterbildung in Celle.


Ulrike Schmidt

Ballettzentrum Hamburg
Ballettbetriebsdirektorin, wurde in Leverkusen geboren. Nach einem betriebswirtschaftlichen Studium arbeitete sie von 1978 bis 1986 als Referentin für Ballett und Musik in der Kulturabteilung der Bayer AG und organisierte in dieser Funktion u.a. das Internationale Sommer-Tanzfestival in Nordrhein-Westfalen.
Im April 1987 übernahm sie die Leitung des Konzert- und Ballettreferats der Salzburger Festspiele und arbeitete unter anderem unter Herbert von Karajan.
1991 wechselte sie zum HAMBURG BALLETT. Gründungsmitglied der I.O.T.P.D. (International Organization for the Transition of Professional Dancers).
Vorstandsmitglied der neu gegründeten Stiftung TANZ – Transition Zentrum Deutschland. Seit 2003 Mitglied im Hochschulrat der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Seit 2007 Beirat des „Kultwerk West“ in Hamburg.

Georg Graf zu Castell-Castell

Rechtsanwalt und Notar, Berlin
Werdegang: Jugend und Schulzeit in Franken und Bayern
Studium der Rechtswissenschaften in Bonn;
dort Gründungsmitglied und Vorstand der Bonner Bildungsinitiative e. V.
Referendariat in Berlin
seit 1989 Rechtsanwalt
seit 1994 Notar
Partner der internationalen Sozietät Wilmer Cutler Pickering Hale and Dorr LLP
Ehrenämter: Vorsitzender des Vorstandes der Sing-Akademie zu Berlin
Vorstand im Verein zur Förderung des Instituts für Anwaltsrecht an der Humboldt-Universität zu Berlin e. V.
Vorstand der Stiftung TANZ – Transition Zentrum Deutschland

 


Mitarbeiterinnen der Stiftung

 

Heike Scharpff

Heike Scharpff studierte Psychologie in Marburg und ist Mitbegründerin des freien Theaterhaus Waggonhalle in Marburg, wo regelmäßig das Festival ‚BALANCE – Bewegungstheater International’ stattfand. Es folgte ein 3-jähirges Engagement als Regieassistentin am Staatstheater Darmstadt. Seither arbeitet sie als freie Regisseurin am Stadttheater und in der freien Szene (Schauspiel Leipzig, Theater Oberhausen, Städt. Bühnen Münster, Rheinisches Landestheater Neuss, TAT Frankfurt, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt/ Main, Theater Rampe Stuttgart, German Stage Service Marburg). Ihre Künstlerische Arbeit ist geprägt von einer großen Affinität zum Tanz. Bekannt wurde sie u.a. mit ihren sozialen Choreographien: ‚besitznichtbesitz’ am TAT Frankfurt, ‚Attacke Alter’ am Theater Oberhausen und mit ihren dokumentarischen Theaterarbeiten: leidenschaftlich Hannah Arendt (Festivalpreis Theaterzwang 2006).
Es folgte eine Weiterbildung als Theater- und Dramatherapeutin. Seit Jahren arbeitet sie auch als Trainerin/Coach und engagiert sich in der Kulturpolitik.

Seit August 2010 arbeitet sie als Projektleiterin zum Aufbau der Geschäftsstelle der Stiftung TANZ – Transition Zentrum Deutschland und begleitet Tänzerinnen und Tänzer bei ihrem Transition-Prozess.

 


 

 

Andrea Thomas

Andrea Thomas ist seit April 2014 Stiftungsmitarbeiterin. Nach ihrem geistes- und sozialwissenschaftlichen Studium (M.A.) mit der Spezialisierung Erwachsenenbildung, Beratung und Unternehmenskommunikation an der TU Dresden, absolvierte sie eine Fachjournalistenausbildung beim WBS Klett-Verlag. Gleichzeitig arbeitete sie in der Dresdner Personalabteilung, Aufgabenbereich Recruiting des U.S.-amerikanischen Unternehmens Applied Materials. Unmittelbar danach zog es sie nach Osteuropa, wo sie seit 2001 mehrfach für die Auswärtige Kulturpolitik und Entwicklungszusammenarbeit tätig war: In Georgien baute sie das Regionalbüro Westgeorgien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) auf und bot umfangreiche Beratungsleistungen zum Studien- und Forschungsstandort Deutschland an. Dies beinhaltete gleichzeitig eine intensive Öffentlichkeitsarbeit und Kooperationsprojekte mit dem Goethe-Institut Tbilissi. Für das Goethe-Institut Ukraine beriet sie die landesweiten Sprachlernzentren in den Bereichen Management sowie Kommunikation. Danach folgte für die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) sowie die Robert Bosch Stiftung ein mehrjähriges Forschungs-, Beratungs- und Publikationsprojekt zum Thema der für Deutschland wohlstandssichernden Bedeutung von Arbeitsmigration. Gefördert durch das MentorInnenprogramm der Jungen DGAP und als Stipendiatin der Körber-Stiftung erwarb sie 2012 den Doppelmaster in Public Policy der HU Berlin und der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder. Parallel zu diesem Aufbaustudium beriet sie das Personalmanagement des russischen Tochterunternehmens VW Group Rus der VOLKSWAGEN AG in Kaluga im Bereich Expatriation (Mitarbeiterentsendung). Sie unterstützt die Stiftung in den Aufgabenfeldern Öffentlichkeitsarbeit, Stipendienprogramm und Organisation. Außerdem ist sie freiberufliche Projektberaterin sowie Erwachsenenbildnerin, die sich auf das Training bzw. Coaching entsandter MitarbeiterInnen (Expats) vor allem in Firmen der Hochtechnologie spezialisiert hat. Sie hat eine Tochter und begeistert sich für Politik, Wirtschaft, Kunst, Kultur, Sport und gute Küche.

 


 

Kuratorium

John-Neumeier

John Neumeier, Vorsitzender

Seit 1973 ist John Neumeier Direktor und Chefchoreoagraf des HAMBURG BALLETT, seit 1996 zudem Ballettintendant. Seinen ersten Tanzunterricht erhielt er in seiner Heimatstadt Milwaukee/Wisconsin, wo er bereits frühe Choreografien kreierte, und studierte dann Ballett in Kopenhagen sowie an der Royal Ballet School in London. 1963 wurde er Ensemblemitglied des Stuttgarter Balletts, wo er bis zum Solisten aufstieg. 1969 wurde er zunächst Ballettdirektor in Frankfurt.

Unter Neumeiers Leitung entwickelte sich das HAMBURG BALLETT zu einer der führenden Compagnien weltweit. Sein breit gefächertes Œuvre reicht von der zeitgemäßen Auseinandersetzung mit dem Handlungsballett bis hin zu sinfonischen und sakralen Choreografien. Seine jüngsten Ballette, »Le Pavillon d’Armide« und »Orpheus«, wurden 2009 uraufgeführt. Als Gastchoreograf arbeitete er bereits mit zahlreichen Compagnien zusammen, darunter dem Royal Ballet in London, den Staatsballetten in Wien, München und Dresden, sowie dem Ballett der Pariser Oper, dem Tokyo Ballet und dem National Ballet of Canada. Er ist Ritter der französischen Legion d’Honneur (2003) und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den »Herbert von Karajan Musikpreis« (2007), die Ehrenbürgerschaft der Stadt Hamburg (2007) und den »Deutschen Jubiläums-Tanzpreis« (2008).




Stefan-Moser

Stefan Moser, stellv. Vorsitzender

geb. am 25.01.1967 in Ulm/Do.
ab 1977 Schüler des Humboldt-Gymnasiums in Ulm (humanistisch-musischer Zug)
ab 1979 Schüler des Ballettstudios des Ulmer Theaters
ab 1982 Schüler der ‚John-Cranko-Schule’ und des Eberhard-Ludwig-Gymnasiums in Stuttgart
von 1983 bis 1985 Tanzstudium an der Ballettakademie der ‚John-Cranko-Schule’ mit erfolgreicher Abschlussprüfung
von 1985 bis 1987 Aufbaustudium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in München (Fachrichtung Tanz) mit erfolgreicher Abschlussprüfung und Mitglied der Junior-Company der ‚Heinz-Bosl-Stiftung’
währenddessen 1986 Gewinn der Bronzemedaille in der Kategorie Senior/Pas de deux beim Bundesdeutschen Tänzerwettbewerb
ab 1987 Mitglied des Balletts der Bayerischen Staatsoper, später Bayerisches Staatsballett
1993 Promotion zum Halbsolisten
von 1995 bis 1996 Choreologiestudium (Tanzschrift/’Benesh-Notation’) am ‚Benesh-Institute’ in London mit erfolgreicher Abschlussprüfung
im Anschluss daran Wiederaufnahme der tänzerischen Karriere beim Bayerischen Staatsballett
seit 1998 Mitglied des Personalrats der Bayerischen Staatsoper
seit 2002 Vorsitzender des Landesverbands Bayern in der VdO und damit Mitglied der Bundesdelegiertenversammlung
seit 2002 freigestellter Vorsitzender des Personalrats der Bayerischen Staatsoper, fortgesetzte Bühnenpräsenz als Charakterdarsteller
seit 2004 stellvertretender Sprecher der ‚Konferenz der Personal- und Betriebsratsvorsitzenden großer deutschsprachiger Bühnen’
seit 2008 Mitglied des Bundesvorstands der VdO
seit 2010 stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung TANZ Transition Zentrum Deutschland




Dmuecke

Dr. Cornelia Dümcke, stellv. Vorsitzende

ist als Kulturökonomin und Projektentwicklerin tätig. Sie gründete 1991 das Büro „Culture Concepts“ mit Sitz in Berlin (vgl. www.cultureconcepts.de). Forschungs- und Beratungsleistungen sowie Projektentwicklungen in der Bundesrepublik und im Ausland erfolgen an den Schnittstellen von künstlerischer und kultureller Produktion zu ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklungsprozessen.

Zu Kultur im Entwicklungszusammenhang ist sie für nationale und internationale Organisationen – Beauftragter der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und Medien (BKM), Europarat, Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH, Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) etc. – in der Bundesrepublik und im Ausland tätig.
Cornelia Dümcke hat zahlreiche wissenschaftliche Publikationen sowie Studien und Gutachten verfasst, unter anderem im Bereich der Ökonomie der Performing Art. Sie ist Autorin der Studie “TRANSITION Zentrum TANZ in Deutschland. Projektstudie zur Modellentwicklung“ (2008) und hat die Gründung der „STIFTUNG TANZ. Transition Zentrum Deutschland“ mit vorangetrieben.
Sie ist Mitglied des Kuratoriums des Instituts für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft mit Sitz in Bonn sowie des wissenschaftlichen Beirats der Österreichischen Kulturdokumentation. Internationales Archiv für Kulturanalysen mit Sitz in Wien.




Kim-Ry-Andersen

Kim Ry Andersen

Geb. 15. Februar 1946 in Kopenhagen.
Nach abgeschlossenem Jura-und betriebswirtschaftlichem Studium Referendar im dän. Justizministerium und später im Kulturministerium. Persönlicher Referent des dän. Kulturministers.
1975-1992: Persönlicher Referent des Generalintendanten des Königlichen Theaters Kopenhagen, ein Dreispartentheater. Geschäftsführer des dän. Bühnenvereins und der staatlichen Opernakademie.
1992-1994: Verwaltungsdirektor, stellv. Intendant Opernhaus Halle/S.
Seit l994: Verwaltungsdirektor, stellv. Intendant Dresdner Musikfestspiele




Bloch

Rüdiger Bloch

wurde am 6. Juli 1945 in Schwerin geboren, nach dem Abitur studierte er an der Musikhochschule in Leipzig (Violoncello) und war zunächst Solocellist am Volkstheater Halberstadt. Nach einem Zusatzstudium im Fach Dirigieren, arbeitete er dann als Kapellmeister und Studienleiter und wurde 1982 Chefdirigent am Stadttheater Freiberg. Nach der Wende wurde er 1991 als Intendant in Freiberg eingesetzt und übernahm 1993 als Intendant und Geschäftsführer die Mittelsächsische Theater und Philharmonie. In gleicher Funktion war er von 1997 – 2005 am Theater Vorpommern tätig. Obwohl er sich danach dem Orgelspiel widmet, läßt ihn das Theater nicht los, engagiert er sich in verschiedenen Organisationen und war auch in der Spielzeit 2008/2009 Interims-Generalintendant am Theater Plauen/Zwickau. Neben seiner beruflichen Tätigkeit war Rüdiger Bloch auch politisch tätig als parteiloser Abgeordneter im Stadtrat von Freiberg und als Kreisrat des Landkreises Freiberg. 1995 wurde er in den Sächsischen Kultursenat berufen, dem er bis 2003 angehörte.




RolfBolwin

Rolf Bolwin,

Rolf Bolwin wurde am 5. Juli 1950 in Gelsenkirchen geboren. Nach dem Abitur studierte er in Bonn Jura, Politische Wissenschaft sowie Wirtschafts- und Sozialgeschichte. 1979 ließ er sich zunächst als Rechtsanwalt in Bonn nieder. Da seine persönlichen Interessen stets den Medien und der Kunst galten, wechselte er 1982 als juristischer Referent zum Deutschlandfunk in Köln. Dort arbeitete er 10 Jahre, zuletzt als Leiter der Rechtsabteilung. 1992 wurde er Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins, dem weit über 200 Theater sowie fast 100 Sinfonie- und Opernorchester angehören. In dieser Funktion kümmert er sich um die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Theater und Orchester. Hier geht es ihm darum, die Freiheit künstlerischen Schaffens zu bewahren sowie die gesellschaftspolitische Bedeutung städtischer Kultureinrichtungen deutlich zu machen.

Im Rahmen seiner Aufgaben ist Rolf Bolwin Mitglied folgender Gremien:

 

  • Vorsitz des Beirates der Künstlersozialkasse
  • Mitglied des Kammerrates der Bayerischen Versorgungskammer
  • Mitglied des Ausschusses für Sozialpolitik in der Europäischen Union und des Bildungsausschusses der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände
  • Präsident von Performing Arts Employers Associations League Europe (PEARLE*), dem Dachverband der europäischen Arbeitgeberverbände für Theater und Orchester
  • Kuratoriumsmitglied der Stiftung TANZ – Transition Zentrum Deutschland

 

Er ist außerdem als Dozent im theaterwissenschaftlichen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München (Weiterbildung Theater- und Musikmanagement) und an der Universität Zürich (Executive Master in Arts Administration) tätig. Darüber hinaus ist Rolf Bolwin Herausgeber des im Decker Verlag erschienenen Kommentars zum Bühnen- und Orchesterrecht.




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Simone Willeit

Simone Willeit studierte zeitgenössischen Tanz und Choreographie in London und NY. Sie arbeitete mit zahlreichen Choreographen in den USA und Europa und zeigte ihre eigenen Arbeiten u. a. in Spanien, Deutschland und Italien. Im Bereich Dramaturgie und Produktion war sie für verschiedene Festivals und Tanzkompanien tätig. Begleitend studierte sie Theater- und Kulturwissenschaft an der HU Berlin und war bis 2008 wissenschaftliche Hilfskraft des DFG-Projektes „Tanz und Wissen“ von Frau Dr. Huschka an der FU Berlin. Seit 2008 leitet sie gemeinsam mit Silvia Schober das Tanzbüro Berlin.

Tanzbüro Berlin

Das Tanzbüro Berlin initiiert und begleitet Projekte zur Verbesserung der Ausbildungs- und Produktionsbedingungen innerhalb der Sparte Tanz. Es fördert Vernetzung von Künstlern, Entscheidungsträgern und Publikum und bietet Tanzschaffenden konkrete Beratung & Information zu sämtlichen strukturellen Fragen. Zudem ist das Tanzbüro Berlin kontinuierlicher Dialogpartner der Politik, der Kulturverwaltung, Vertreter anderer Sparten und internationaler Gäste sowie Motor für die Herstellung einer möglichst breiten Öffentlichkeit für den Tanz in Berlin (Magazin tanzraumberlin, mapping dance berlin, der tanzcard, www.tanzraumberlin.de). Das Tanzbüro Berlin wird getragen vom Verein Zeitgenössischer Tanz Berlin und kooperiert eng mit dem Netzwerk TanzRaumBerlin.




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Rolf Hunck,

64 Jahre, war 46 Jahre bei der Deutschen Bank tätig. Seine letzte Position vor seiner Pensionierung war Vice-Chairman PWM Deutschland. Er ist in mehreren Stiftungen tätig und über einen Beratervertrag weiterhin mit der Deutschen Bank verbunden.




Jurgensen

Heather Jurgensen

wurde geboren in Detroit, Michigan. Ihren ersten Ballettunterricht erhielt sie bei Marcia Dale Weary in Carlisle, Pennsylvania. Mit sechzehn begann sie ihre Ausbildung an der School of American Ballet in New York. Sie wurde Ensemblemitglied des New York City Ballet. Gleichzeitig studierte sie an der Fordham Universität. 1989 begann sie beim Hamburg Ballett, wo sie zur Solistin und Ersten Solistin avancierte.
Sie tanzte die große Frauenrollen in John Neumeier’s Balletten wie Ginevra, Ophelia, Julia, Cinderella, Giselle, und erarbeitete mit Neumeier zahlreiche Kreationen wie zum Beispiel die Rolle der Nina in Die Möwe. Heather Jurgensen erhielt den Dr. Wilhelm Oberdörffer Preis und wurde für ihre Interpretation der Kameliendame für den Benois de la Danse nominiert. Sie gastierte auf die großen Bühnen der Welt, Moskau, St. Petersburg, Paris, New York, Wien, Stockholm, Salzburg, und beim renommierten World Ballet Festival in Japan.
Nach Beendigung ihre Bühnenlaufbahn in 2007 startete sie ihr Masters Studium für Kultur und Medienmanagement. Seit 2011 ist sie Stellvertretende Ballettdirektorin am Theater Kiel.




Adil-Laraki

Adil Laraki

Geboren 1963 in Settat/Marokko, zwei Kinder.

Studium in Bühnentanz an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, 1983 Diplomabschluss. Engagements am Staatstheater Hannover und beim Essener Ballett, Choreographien unter anderem von Balanchine, Van Manen, Ashton Tetley, Joos, Cullberg und Cranko.

Von 1985 bis 1993 Ensemblevertreter des Essener Balletts. Seit 1988 Vorsitzender Lokalverbandes Essen der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger (GDBA). Von 1988 bis 1992 Beisitzer und Gruppenrat Tanz und von 1992 bis 2003 Beisitzer und Gruppenrat Ausstattung, Technik und Verwaltung im GDBA Landesverbandsvorstand NRW. Seit Oktober 2003 GDBA-Landesverbandsvorsitzender NRW. Seit 1995 Beisitzer am Bühnenschiedsgericht.

Seit 1990 Betriebsratsmitglied, ab 1994 freigestelltes Betriebsratsmitglied und seit 2002 Betriebsratsvorsitzender der Theater & Philharmonie Essen GmbH. Seit 1999 Aufsichtsratsmitglied und ab 2001 Mitglied in Findungskommission des Aufsichtsrates der Theater & Philharmonie.




Oliver-Scheytt

Prof. Dr. jur. Oliver Scheytt

ist Inhaber der Personal- und Strategieberatung KULTUREXPERTEN GmbH. Er war von 1993 bis 2009 Kulturdezernent der Stadt Essen. Unter seiner Führung hat sich Essen zu einer „Tanzstadt“ entwickelt. Entscheidenden Anteil hatte er unter anderem an: den ersten Tanzmessen NRW (1994, 1997 und 2000), der baulichen Gestaltung und der Gründung von PACT ZOLLVEREIN und des Tanzinternats am Gymnasium Essen Werden, der Einrichtung des Kurt-Jooss-Preises, dem Folkwang Festival der Künste Tanz etc. Von 2006 bis 2012 war Oliver Scheytt GeschaÅNftsführer der RUHR.2010 GmbH. Er ist seit 1997 Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. und seit 2007 Professor für Kulturpolitik an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.




Simmel

Dr. Liane Simmel

vereint die Erfahrungen als professionelle Tänzerin mit dem medizinisch-funktionellen Wissen als Ärztin, Sportmedizinerin, Osteopathin und Spiraldynamik Advanced Practitioner. In eigener Praxis in München betreut sie Tänzer und „Bewegungsmenschen“ aus ganz Deutschland, als Leiterin des Instituts für TanzMedizin „Fit for Dance“ liegt ihr Schwerpunkt auf der Prävention von Tanzverletzungen. Sie ist Lehrbeauftragte für Tanzmedizin an der Palucca Schule Dresden und der ZhdK Zürich. Europaweit ist sie als Dozentin zu Themen rund um die Gesundheit im Tanz für Vorträge und Kurse gefragt. Sie ist Comittee Member der International Association for Dance Medicine and Science (IADMS), Medical Advicer der Dance Medicine Organisation Monacco und Gründungsmitglied von tamed, Tanzmedizin Deutschland e.V., der deutschsprachigen Gesundheitsorganisation für Tänzer, die sie seit ihrer Gründung 1997 als Vorstand leitet. Ihr 2009 erschienenes Buch „Tanzmedizin in der Praxis“ hat sich zu einem deutschsprachigen Standardwerk der Tanzmedizin entwickelt.




Martin Schläpfer

Direktor und Chefchoreograph Ballett am Rhein Düsseldorf DuisburgMartin Schläpfer war einer der herausragendsten Solisten des Basler Balletts unter Heinz Spoerli sowie Solist des Royal Winnipeg Ballet. 1994 übernahm er die Direktion des Berner Balletts. 1999-2009 leitete er das von ihm formierte ballettmainz, das er innerhalb kürzester Zeit in die erste Reihe der deutschen Ballettcompagnien katapultierte. Außerdem kreierte er für das Bayerische Staatsballett und Niederländische Nationalballett. Seit 2009/2010 leitet er das Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg, das bereits in der ersten Spielzeit unter seiner Direktion von Presse und Publikum begeistert gefeiert wird.
Martin Schläpfer wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter der Kunstpreis des Landes Rheinland-Pfalz, die Gutenbergmedaille der Stadt Mainz, der Tanzpreis der Spoerli Foundation, der Prix Benois de la Danse 2006 und der deutsche Theaterpreis Der Faust. Martin Schläpfer gehört der Jury des Kurt-Jooss-Preises, dem wissenschaftlichen Beirat des Forschungsinstituts für Musiktheater der Universität Bayreuth sowie den Kuratorien der Stiftung Tanz Transition und der Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf an.




Stabel

Prof. Dr. Ralf Stabel

Tanzhistoriker, Tanzpublizist

1986-1991 Studium der Choreografie und Theaterwissenschaft an der Theaterhochschule „Hans Otto“ Leipzig, Diplom-Theaterwissenschaftler mit der Spezialisierung Tanzwissenschaft
Promoviert an der Universität Bremen zum Thema: Einfluss von Politik auf die Strukturen und Inhalte von Tanzausbildung
Seit 1995 Lehre in verschiedenen Professuren für Tanzdramaturgie und Tanzgeschichte an der Palucca Schule Dresden und der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin
2003-2007 Stellvertretender Künstlerischer Leiter der Fachrichtung Bühnentanz der Staatlichen Ballettschule Berlin und Schule für Artistik
Seit 2007 Leiter der Staatlichen Ballettschule Berlin und Schule für Artistik
Publikationen (Bücher, Filme, Ausstellungen) vor allem zur neueren Tanzgeschichte.





Ilka-Schmalbauch

Ilka Schmalbauch

Rechtsanwältin und Referentin des Vorstands des Deutschen Bühnenvereins.
Studium der Rechtswissenschaften, Germanistik und Geschichte an der Universität Regensburg und der Universität zu Köln.

Autorin des Kommentars „Bühnen-und Orchesterrecht“.
Vorsitzende des Fonds Darstellende Künste.






Ehrenmitglieder des Kuratorium:

Mirus

Wolf Mirus,

Jahrgang 1937, zunächst Ausbildung und Tätigkeit im kaufmännischen Bereich, später Studium der Sozialpädagogik und mehrjährige Arbeit in der Justiz; dann Abitur und Studium der Psychologie mit Schwerpunkt Betrieb- und Organisationspsychologie. Anschließend in leitender Position in der
der Bayerischen Justiz, dadurch vertraut mit Verwaltungs- und Behördendenken. Viele Jahre ehrenamtliche Vorstandsarbeit in gemeinnützigen Vereinigungen, überwiegend im Hospizbereich. Er hat den Tanz erst relativ spät entdeckt und ist begeisterten Fan des Tanzes geworden – klassisch, modern oder Tanztheater. Nach seiner Pensionierung 2002 tätig als Psychotherapeut, und Supervisor.