Newsletter August

NEU Transition-Workshop „Profilierung und Selbstmarketing“ / Okt. in Berlin

für Tänzer*innen in Transition, die sich ihrer Stärken noch bewusster werden wollen…

Kennst du dein Kompetenzprofil außerhalb des Tanzes? Weißt du, was du mit deinem unverwechselbaren Mix aus Fähig- und Fertigkeiten beruflich Neues machen könntest bzw. wie du deine Transition-Ziele realisieren kannst? Wie grenzt man sich von anderen Anbietern ähnlicher Leistungen auf dem Markt ab? Was ist DAS Alleinstellungsmerkmal? Wo wird genau dies gebraucht?
Der Workshop richtet sich sowohl an freiberuflich tätige Tänzer*innen in Transition als auch an Tänzer*innen in Transition, die eine Festanstellung suchen.
In praktischen Übungen, Rollenspielen, in Gruppenarbeit und Diskussionen werden vor allem Stärken erkundet, die das Kompetenzprofil charakterisieren und die eigene Außenwirkung positiv beeinflussen. Indem wir gemeinsam darüber reflektieren, verschaffen sich die Teilnehmer*innen Klarheit über Ihre mittel- und langfristigen beruflichen und persönlichen Ziele. Außerdem erlernen Sie Handwerkszeug für erfolgreiches berufliches Netzwerken und Selbstmarketing, das für beruflichen Erfolg immer unerlässlicher wird. Am Ende sollen die Workshopteilnehmer*innen dazu befähigt werden, sich ihres eigenen spezifischen Profils bewusster zu sein und es sowohl mündlich als auch schriftlich ergebnisorientiert formulieren können.

Leitung: Heike Scharpff, Projektleiterin Stiftung TANZ-Transition Zentrum Deutschland, Diplom-Psychologin, Theaterregisseurin, Drama- und Theatertherapeutin, Coach & Andrea Thomas, Mitarbeiterin Stiftung TANZ-Transition Zentrum Deutschland, Erwachsenenbildnerin, Journalistin, Coach.

Termin: Mo. 2.10.2017 13 – 18 Uhr & Di. 3.10.2017 10 – 16 Uhr
Ort: Bildungszentrum der Stiftung TANZ, Weg zur Quelle 13, 12587 Berlin-Hirschgarten

Eigenanteil/Kosten: 50 € pro Teilnehmer*in
(Die Stiftung-TANZ übernimmt Kosten für die Fahrt mit der Bahn [mit BahnCard 50/Frühbucherpreis/Bahncard 25]).

Anmeldung (bis zum 21.10.2017) unter: info@stiftung-tanz.com


Basis-Transition-Workshop „Visionsentwicklung“/ November in Frankfurt/ Main

für Tänzer*innen, die noch keine Idee für ihre berufliche Zukunft haben oder ihre Idee in der Gruppe überprüfen und sicherer damit werden wollen.

Unser Basis-Workshop zur Bewältigung der Transition-Zeit: Über 180 Tänzer*nnen haben in den letzten 7 Jahren von diesem Workshop-Format profitiert. Der Workshop behandelt alle Grundfragen der Transition: Was kommt nach der Tanzkarriere? Was kann ich neben dem Tanz tun, um finanziell existieren zu können? Wie kann ich eine neue Berufsidee entwickeln? Welche Kompetenzen habe ich schon? Was kann und will ich daraus machen? Was kann mich in Zukunft beruflich genauso begeistern und herausfordern wie der Tanz?
Der Workshop gibt auch notwendige Sachinformationen für den Übergang in einen neuen Beruf. Alle freiberuflichen oder festangestellten Bühnentänzer*innen sind willkommen. Themen: eigene Kompetenzen und Interessen erforschen, Zukunftsvisionen entwickeln und konkrete Schritte planen, von Erfahrungen anderer profitieren und sich miteinander vernetzen. Es gibt die Möglichkeit der Einzelberatung, die nach dem Workshop kontinuierlich fortgesetzt werden kann.

Workshop-Leitung: Katrin Kolo, Dipl. Volkswirtin, Tänzerin, Choreographin und Unternehmensberaterin, Gründerin von arts-in-business Kunst im Wirtschaftsbetrieb, Mitgründerin von Transition-in-Dance in München. Heike Scharpff, Projektleiterin Stiftung TANZ-Transition Zentrum Deutschland, Diplom-Psychologin, Theaterregisseurin, Drama- und Theatertherapeutin, Coach.

Termin: So. 19.11. 14-19 Uhr & Di. 20.11.2017 10-17 Uhr
Ort: Mousonturm Frankfurt, Waldschmidtstr. 4, Frankfurt/ Main (U-Bahn: Merianplatz)

Eigenanteil/Kosten: 50,00 € pro Teilnehmer*in (Die Stiftung-TANZ übernimmt Kosten für die Fahrt mit der Bahn – mit BahnCard 50/Frühbucherpreis/Bahncard 25.)

Anmeldung (bis zum 9.11.2017) unter: info@stiftung-tanz.com
Mit freundlicher Unterstützung und in Kooperation mit der Tanzplattform Rhein-Main!


Weiterbildungsprogramm „Musealog“ / OLDENBURG

MUSEALOG qualifiziert arbeitssuchende und arbeitssuchende Akademiker*innen für die Arbeit in Museen und Kul­tur­ein­rich­tun­gen.
Innerhalb von acht Monaten erwerben die Teilnehmer*innen das Zertifikat zum/r „Fachreferenten*in für Sammlungs­management und Qualitäts­standards in Museen”. Durch die große Praxisnähe von MUSEALOG werden die Teilnehmer*innen optimal für die aktuellen Anforderungen im Berufsalltag an Museen und Kul­tur­ein­rich­tungen qualifiziert. Die Weiterbildung besteht aus drei gleich­be­rech­tig­ten Fort­bil­dungs­modulen, dauert 168 Tage (inkl. 16 Ur­laubs­ta­gen) und wird in Vollzeit von Montag bis Freitag durchgeführt.
MUSEALOG 2017 | 2018 startet am 27. September 2017 in Oldenburg und endet am 1.6.2018.
Bewerbungen sind ab sofort möglich.
Bei Interesse an weitere Informationen einfach eine E-Mail mit Angabe der persönlichen Postadresse an: info@musealog.de oder anrufen: 049 219 97 20 6

Adaptierte Info-Quelle: Newsletter der Universität Halle-Wittenberg 2017


Seit 1.7.2017 verbesserte Förderkonditionen beim Prämiengutschein!

Die Bedingungen für den Prämiengutschein wurden vor Kurzem reformiert, so dass auch mehr Tänzer*innen in Transition bei der Finanzierung einer berufsbezogenen Weiterbildung unterstützt werden können.

Das sind die Änderungen, die seit dem 1.7.2017 gelten:
– Vergabe nun jährlich (!) möglich
– KEINE Altersbegrenzung mehr
– KEINE 1.000-€-Grenze mehr, d.h. die Gesamtgebühren können höher als 1000 € sein*
– unter bestimmten Voraussetzungen sind Prüfungen bzw. Pflichtfortbildungen förderfähig **

Prämiengutscheine kann erhalten, wer mindestens 15 Stunden pro Woche erwerbstätig ist und ein maximales zu versteuerndes Einkommen (zvE) von 20.000 € hat (für gemeinsam Veranlagte = 40.000 €). Wie bisher beträgt die Förderhöhe 50 % der Veranstaltungsgebühren, maximal jedoch 500 €.
* Ausnahmen gelten für Weiterbildungen, die in den Bundesländern Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein stattfinden. Hier können Prämiengutscheine weiterhin nur genutzt werden, wenn die Gesamtgebühren 1.000 € nicht übersteigen.
** siehe dazu auch: „Die Weiterbildungsprämien der Arbeitsagentur“ unter: stiftung-tanz.com/new…

Adaptierte Info-Quelle, abgerufen am 17.7.2017 um 12:00:www.bildungspraemie.info/de…


Neuer Webauftritt der Arbeitsagentur

„Willkommen, wie können wir Sie weiterbringen?“, fragt die Arbeitsagentur alle Besucher*innen ihres neuen Webportals.

Übersichtlichere Orientierung gibt es nun unter folgenden Schwerpunkten:
arbeitslos und Arbeit finden / Schule, Ausbildung, Studium / Familie und Kinder / Menschen mit Behinderung / Karriere und Weiterbildung / Für Menschen aus dem Ausland

Weitere DETAILS unter: www.arbeitsagentur.de/


Zertifizierte Weiterbildung 

Vom 22.9.2017 bis 9.12.2017 findet an der UdK Berlin ein berufsbegleitender Zertifikatskurs „Kuratieren“ mit 100 Präsenzstunden statt. Das Angebot richtet sich an „alle, die das Kuratieren neben- oder hauptberuflich bzw. in einem nichtkünstlerischen Berufsfeld ausüben [möchten], sowie an Entscheidungsträger öffentlicher Institutionen und Unternehmen.“ Inhaltlich geboten wird:
– breites Spektrum kuratorischer Ansätze und
– kompakter Überblick der aktuellen Handlungsfelder
– ausgewiesene Fachdozentinnen und – dozenten
– Expertengespräche und individuelle Beratung
– Besuche von Ausstellungsorten in Berlin
– Themenfeld 1: rechtliche Rahmenbedingungen
– Themenfeld 2: Kunst- und Kulturmarketing
– Themenfeld 3: Kulturvermittlung- und Finanzierung
– Themenfeld: Organisation und Ausstellungsproduktionen

Die Kurszeiten sind jeweils Fr. und Sa. von 9:00 bis 18:00 Uhr bzw. bis 19:00 Uhr.
Kosten: 2.990 € (3 x à 1.010 € mgl.) / Einzelmodule können für à 740 € gebucht werden
ANMELDUNG bis zum 25.8.2017
DETAILS?
www.ziw.udk-berlin.de/?id…

Zitierte Info-Quelle, abgerufen am 2.7.2017 um 15:00: ebenda

Zum Thema siehe auch „Kleine Berufskunde: Kultur- und Kunstvermittler*in“, Newsletter Juni 2017: stiftung-tanz.com/new…


5 Irrtümer beim Thema „Stipendien“

1. nur für Hochbegabte, Engagierte oder Bedürftige
2. sind nur für Studienanfänger*innen
3. zu wenige Stipendiengeber*innen
4. zu viele Bewerber*innen
5. Bewerbung braucht viel Zeit und Mühe
ABER:
– die meisten Angebote betrachtet, gibt es insgesamt mehr als 40 Auswahlkriterien.
– Stipendien richten sich sehr oft an fortgeschrittene Semester.
– es gibt in Dtl./EU mehr als 2.100 Förderer.
– Statistiken zeigen, dass sich 2/3 aller Studierenden noch nie um ein Stipendium beworben haben.
– die wichtigsten Dokumente bei einer Bewerbung sind immer das Motivationsschreiben und der Lebenslauf – ergänzende Unterlagen, wie Zeugnisse usw. nicht ausgeschlossen 😉

Orientierung für Förderoptionen und alles rund um Stipendien bieten u.a.:
www.stipendienlotse.de/
www.mystipendium.de/
www.e-fellows.net/%u2…

Adapdierte Datenquelle, abgerufen am 2.7.2017 um 15:30: www.mystipendium.de/


DAAD – Stipendien für Studierende

der Fächer Bildende Künste/Design/Film/Tanz/Schauspiel/Theaterregie/Musical

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist die weltweit größte Förderorganisation für den internationalen Austausch von Studierenden und Wissenschaftler*innen mit mehreren Förderprogrammen, u.a. auch für Künstler*innen. Die Höhe der Förderung reicht je nach Land für Studierende von 550 bis 1.050 €, für Graduierte von 725 bis 1.275 € monatlich. Zudem werden Reisekostenzuschüsse sowie Zuschüsse zu den Studiengebühren gezahlt. Das DAAD-Jahresstipendium hat z.B. eine maximale Laufzeit von 12 Monaten.
Für dieses Stipendium können sich Studierende jeden Alters (!) der o.g. Fachrichtungen ab dem 2. Fachsemester bewerben. Gute bis sehr akademische Leistungen werden vorausgesetzt.

Bewerbungsfrist: 31.10.2017

Erforderliche Bewerbungsunterlagen sind:
– ausgefüllter Bewerbungsbogen
– 2 Empfehlungsschreiben
– Sprachzeugnis
und ein erfolgreiches Auswahlgespräch.

DETAILS unter dem Schlagwort „Jahresstipendium“ hier: www.daad.de/aus…

Adaptierte Info-Quelle, abgerufen am 5.7.2017 um 13:00: ebenda


Info-Broschüre des Performing Arts Programm für Expert*innen: Nr. 1

»Vertragsverhältnisse rechtssicher gestalten. Selbständigkeit/Unselbständigkeit«

Das Performing Arts Programm des LAFT Berlin hat 2017 eine neue Expert*innenreihe im Bereich »Beratung & Qualifizierung« ins Leben gerufen. Im Rahmen des Programms wurde nun die erste Informationsschrift veröffentlicht, die über Vertragsverhältnisse informiert. […]“

Die erste Informationsschrift für Expert*innen trägt den Titel »Vertragsverhältnisse rechtssicher gestalten – Selbständigkeit/Unselbständigkeit« und ist als PDF online abzurufen unter: pap-berlin.de/fil…

„[WICHTIG]: Die Ausführungen in den Informationsschriften ersetzen keine Rechtsberatung. Von einer ungeprüften Übernahme der Vertragsbestandteile wird abgeraten. Die Vertragsbausteine müssen auf den Einzelfall individuell angepasst werden. Die Informationsschriften sollen die für die Freie Szene rechtlich relevanten Themenkomplexe lediglich beleuchten und über die aktuelle Rechtslage informieren.“

Zitierte Info-Quelle, abgerufen am 17.7.2017 um 11:00: darstellende-kuenste.de/ind…


Psychologische Aspekte der Transition, Teil V: Selbstreflexion

Selbstreflexion meint die Fähigkeit, über sich selbst und die Situation, in der man sich befindet nachzudenken. Gerade in der Transition-Zeit ist dies selbstverständlich wichtig, um herauszufinden, welcher neuer berufliche Weg zur eigenen Person und Situation passen würde. Notwendige Bedingung für Selbstreflexion ist eine gewisse Distanz zu sich selbst und der Zustand der Selbstaufmerksamkeit (siehe auch Lexikon Stangl). Das bedeutet, sich selbst ehrlich beobachten und wahrnehmen, was mich als Individuum ausmacht, wie ich meine Möglichkeiten und Grenzen beschreiben kann.

Im Rahmen einer beruflichen Neuorientierung können folgende Fragen wie ein Leitfaden für die Selbstreflexion dienen:

* Was brauche ich, um glücklich zu sein? Welche Bedingungen?
Diese Frage richtet sich auf die Bedürfnisse eines Menschen. Diese sind neben allgemeinen Bedürfnissen (Nahrung, Kleidung, Wohnort, Sicherheit, Würde) bei näherer Betrachtung sehr individuell. Die Bedürfnisse nach Freiheit und Sicherheit hatten wir im letzten Newsletter betrachtet (NL 07/17 der Stiftung TANZ). Dazu kommen Bedürfnisse nach z.B. Regelmäßigkeit oder Abwechslung, nach freien Wochenenden oder der Möglichkeit in verschiedenen Ländern arbeiten zu können. Auch ein notwendiges Mindesteinkommen sowie ein Wunschgehalt sollten Bestandteil einer Bedürfnisliste sein.

* Was interessiert mich (auch außerhalb des Tanzes)?
Für die erste Sammlung von Interessen sollten alle Interessen aus dem beruflichen und privaten Bereich in die Betrachtung einbezogen werden. Auch aus scheinbar ‚banalen‘ Interessen lassen sich berufliche Tätigkeiten oder Selbständigkeiten entwickeln. (Beispiele: Es gibt einen Online-Versand für Papageien-Spielzeug, Berichterstatter der englischen Krone usw.) Auch die Kombination der Interessen kann zu neuartigen beruflichen Aufstellungen führen.

* Was kann ich? Was sind meine Fähigkeiten?
Die Antworten zu dieser Frage können zu einer langen Liste führen. Um diese zu erstellen, braucht es eine intensive Selbstwahrnehmung im täglichen Leben. Was tue ich eigentlich genau? Was tue ich spontan, wenn ich frei habe? Worum werde ich von anderen gebeten? Alle Tätigkeiten, die wir häufig ausführen, sind letztlich auch Fähigkeiten, die wir besitzen. Viele Fähigkeiten und Fertigkeiten lassen sich in verschiedenen beruflichen Feldern nutzen.

* Was sind meine Werte? Was ist mir zentral wichtig im Leben?
Eine Arbeit in Übereinstimmung mit den eigenen Werten kann dem Leben Sinn verleihen und damit Zufriedenheit geben, auch in unterschiedlichen Berufsfeldern (vgl. Lang-von Wins & Triebel, 2006). Ebenso wie unsere Kompetenzen lassen sie sich auf unterschiedliche Tätigkeiten und Arbeitsfelder übertragen. Werte können das soziale Zusammenleben betreffen (Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Generationengerechtigkeit), den Umgang mit der Natur, aber auch schlicht die eigene Person (Wohlstand, schicke Umgebung, usw.).

Die Beantwortung der oben genannten Fragen führt zur schrittweisen Klärung, wohin die Reise der Neuorientierung führen könnte. Diese Klärung kann man für sich selbst vornehmen. Perspektivwechsel fördern den individuellen Erkenntnisprozess, so dass eine Begleitung in Form von individueller Beratung, Coaching oder ebenso durch Workshops der Stiftung TANZ ratsam sind.

Bei Bedarf bitte melden unter: info@stiftung-tanz.com.

Unsere Beratung ist kostenfrei und vertraulich!


Indirekt zitierte Quelle, abgerufen am 14.7.2017 um 7:40:
lexikon.stangl.eu/708…

Lang-von Wins, Thomas / Triebel, Claas: Kompetenzorientierte Laufbahnberatung, Heidelberg 2006

(Text von Heike Scharpff)


Kleine Berufskunde: Logopäde*in

„Wer seine Sprachfähigkeit nicht voll entwickeln kann oder verliert, ist gefährdet, ausgeschlossen zu werden: Aus dem Freundeskreis, aus der Gesellschaft, aus dem Beruf. Kinder, deren Sprachentwicklung zu wenig unterstützt wird, bekommen Probleme. Oder Menschen, die stottern. Menschen nach einem Schlaganfall. Menschen, deren Stimme den beruflichen Anforderungen nicht gewachsen ist.

Die Einschränkung der Kommunikationsfähigkeit bei Kindern und Erwachsenen kann sich auf „Sprache“, „Sprechen“, „Stimme“ und „Schlucken“ beziehen. Wenn mehrere Bereiche betroffen sind, handelt es sich um komplexe (Kommunikations-) Störungen. Solche komplexen Störungen treten sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen auf. Sie sind oft Folgen angeborener (z. B. Behinderungen) oder erworbener (z. B. Schlaganfall) Störungen.
[Staatlich geprüfte Logopäd*innen sind nicht-ärztliches Fachpersonal und] repräsentieren den Gesundheitsfachberuf, der in den Bereichen Prävention, Früherkennung, Frühförderung, Rehabilitation arbeitet und dort für die Beratung, Diagnostik und Therapie zuständig ist. Logopädinnen sind ebenfalls in freier Praxis tätig. Die Verordnung von Sprach-, Sprech- und Stimmtherapie basiert auf den Heilmittelrichtlinien (HMR).“

Die Logopädie-Ausbildung ist in Deutschland differenziert in:
– berufsfachschulische Ausbildung und
– seit 2009 ebenfalls in BA- und MA-Studium mit der üblichen Studiendauer.

Bei der berufsfachschulischen logopädischen Ausbildung handelt es sich in der Regel um eine dreijährige Vollzeitausbildung mit Theorie und Praxis. Zugangsvoraussetzung für diese Ausbildung ist ein Realschulabschluss, eine andere gleichwertige Ausbildung oder eine nach Hauptschulabschluss abgeschlossene mindestens zweijähriger Berufsausbildung. Die Bewerbung erfolgt direkt bei den Berufsfachschulen, die je nach Schulordnung bei freier Trägerschaft Schulgeld erheben.

Seit 2009 kann man Logopädie an Hochschulen studieren (BA und MA). Voraussetzung dafür ist die allgemeine Hochschulreife, das Abitur, oder die fachgebundene Hochschulreife bzw. die Fachhochschulreife. Wer ein berufsfachschulisches Logopädie-Examen hat, kann je nach Hochschule auch ohne Abitur ein Logopädie-Studium beginnen.
Um eine Transition zum/zur Logopäden/in durch Stipendien gefördert zu bekommen, ist die Kombination aus berufsfachschulischer Ausbildung UND BA-bzw. MA-Studium ratsam.

Dieses Doppelmodell ist zum Beispiel an der Akademie für Gesundheitsberufe Heidelberg möglich. Weitere Ausbildungs- und Studieneinrichtungen für Logopädie findet man unter:www.logo-ausbildung.de/log…
ist Der Berufs- und Fachverband der freiberuflichen und angestellten LogopädInnen sowie Angehöriger anderer sprachtherapeutischer Berufsgruppen ist der 1964 gegründete Deutsche Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl) mit sehr informativer Webseite unter:www.dbl-ev.de/

Zitierte Quelle, abgerufen am 17.7.2017 um 13:00: ebenda